Jurek Dmytruk

Zur Person
Pfarrer Jurek Dmytruk | Chorprobe „Godfever“, St. Christophorus Alsfeld

„ver-rückt“ um Gottes willen

Volleyball und Musik waren meine Sache. Ich hatte Vorbilder: Sportler und vor allem Musiker. In Sachen Musik war ich nicht „normal“. Meine Leidenschaft war Jazz von der schwersten Sorte: Free-Jazz. Ein wenig neben der „normalen“ Spur. Also so etwas wie „ver-rückt“.

Ähnlich war es aber auch mit dem Glauben. Auch da gab es Vorbilder – vor allem die Kapläne meiner Pfarrei. Sie hatten immer viel zu tun. Trotzdem hatten sie immer ein offenes Ohr für uns Jugendliche.  Sie begeisterten mich. Bei solchem Engagement habe ich gespürt: Berufung ist mehr als Beruf.  Damals spürte auch ich so etwas wie „Berufung“. Ich habe mich sehr dagegen gewehrt. Und wie! Aber letztendlich ermutigten mich meine Vorbilder, doch „Ja“ zu sagen und etwas „Ver-rücktes“ zu wagen um Gottes willen. Heute kann ich sagen: die Entscheidung, Priester zu werden, ist nicht „mein“ Verdienst. Gott ruft – eben auch durch solche Vorbilder, die zeigen: Es lohnt sich, Gott in dieser Welt meine Stimme zu geben.

Es gab auch Zweifel: Warum gerade ich? Auch heute noch frage ich manchmal so. Ich kenne mich – meine Stärken, aber auch meine Schwächen und Fehler. Dennoch: Vor 30 Jahren habe ich mich auf den Weg gemacht. Ich habe viel erlebt und gelernt! Es gibt immer neue, spannende Herausforderungen! Ich kann viel gestalten und Ideen verwirklichen. Aber den Glauben der Menschen begleiten und hoffentlich vertiefen zu dürfen – auch durch meine Musik. Das ist für mich immer noch am meisten „ver-rückt“! Aber schön! Solche „Ver-rücktheit“ für die Welt lohnt sich.

Pfarrer Jurek Dmytruk | Alsfeld

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