Stefan Selzer

Zur Person
Pfarrer Stefan Selzer (45) 
Pfarrer in Seligenstadt, St. Petrus und Marcellinus, und Klein-Welzheim 
Die Bilder entstanden beim Ministrantenfußball-Turnier in 
Seligenstadt im Rahmen der Marcellinus-Wallfahrt.
Wißt ihr nicht, dass die Läufer im Stadion zwar alle laufen, aber dass nur einer den Siegespreis gewinnt? Lauft so, dass ihr ihn gewinnt. Jeder Wettkämpfer lebt aber völlig enthaltsam; jene tun dies, um einen vergänglichen, wir aber um einen unvergänglichen Siegespreis zu gewinnen.
(1 Kor 9,24+25)

In meiner Kindheit und Jugendzeit war ich ein begeisterter Fußballer. Ich habe natürlich auch – wie heute viele Kinder – von einer Karriere als Fußballspieler geträumt. Unzählige Stunden habe ich auf dem Sportplatz und auf der Straße mit dem „Kicken“ verbracht. Dabei habe ich viel von Siegen und Niederlagen gelernt. Besonders die Niederlagen einzustecken, fiel mir nicht leicht. Aber gerade in meiner Zeit als Jugendspieler habe ich es mit der Zeit zwangsläufig lernen müssen. Da gab es auch Zeiten, in denen es nämlich jedes Wochenende eine „Packung“ gab. Dennoch: Fußball blieb mein absolutes Lieblingshobby. Noch bis in die Zeit meines Studiums im Priesterseminar habe ich in meiner Heimat Ruhlkirchen aktiv im Verein gespielt. Erst mit der Diakonenweihe habe ich meine „Karriere“ als aktiver Fußballer endgültig beendet.

Gott sei Dank gab es aber daneben für mich noch eine andere Welt, in der ich aufgewachsen bin: eine religiöse Familie und eine Pfarrgemeinde, in der ich als Messdiener, Lektor, Sänger in der Jugendschola und im Kirchenchor, Schauspieler in einer Theatergruppe und Gruppenleiter bei Freizeiten tätig war.

Bei aller Begeisterung für „Fußball“ wurde mir in meiner Jugendzeit mehr und mehr bewusst, dass es nur eine „Nummer eins“ für mich geben kann: Jesus Christus. Wenn es zum Konflikt zwischen „Fußball“ und Sonntagsgottesdienst kam, war für mich damals klar, dass der Sonntagsgottesdienst Vorrang hatte. Mancher Konflikt ließ sich aber auch durch den Besuch der Vorabend- oder Frühmesse lösen.

Später in meiner Zeit im Priesterseminar wurde für mich eine Bibelstelle (1Kor 9,24+25) von entscheidender Bedeutung: Es geht um den ganz großen Siegespreis, der bereits für mich errungen worden ist. An diesem Siegespreis darf ich – Dank der Gnade Gottes – schon jetzt teilhaben.

Jeder Fußballer, jeder Sportler muss „enthaltsam“ im Sinne von „achtsam“ auf seinen Körper leben und diszipliniert täglich trainieren, um Erfolg zu haben. Als erfolgreicher Sportler muss man auf manche Dinge verzichten, die für andere selbstverständlich sind. Wenn ein Profi einen erfolgreichen Vertrag abschließen will, gehören bestimmte Konditionen dazu. Für mein spirituelles Leben, für meine Freundschaft mit Christus, als Priester braucht es etwas Ähnliches: Achtsamkeit und tägliches Training z.B. in der Betrachtung der hl. Schrift sowie des Gebetes, Zeit, Zuwendung und Liebe zu den Menschen, für die ich da sein soll. Um im Bild des Fußballs zu bleiben: eben entsprechend meiner „Vertragsverhandlungen“, die ich bei meiner Weihe abgeschlossen habe.

Eine wichtige Rolle im Leben eines Spitzensportlers spielt auch eine gesunde Ernährung, um dem Körper die notwendigen Nährstoffe zuzuführen und ihn fit zu halten. Für mich als Priester bedeutet dies, dass auch meine Seele lebenswichtige Nährstoffe braucht, um „geistliche Fitness“ zu erwerben. Meine tägliche geistliche Nahrung ist die Feier der Eucharistie. Daraus lebe ich. Sie gehört zu meinem „geistlichen Fitnessprogramm“ selbstverständlich dazu.

Noch etwas ist mir wichtig Ich bin seit 19 Jahren Priester. Ich war Kaplan in Langen und Seligenstadt, Pfarrer in Ginsheim-Gustavsburg, Darmstadt Liebfrauen, an der Edith-Stein Schule in Darmstadt und jetzt in Seligenstadt und Klein-Welzheim. In all den Jahren habe ich erfahren, dass es auf dem „Spielfeld Gottes“, der Kirche, viele gute und hervorragende „Mitspielerinnen und Mitspieler“ gibt – Haupt- und Ehrenamtliche –, mit denen man tolle Kombinationen entwickeln kann, um „großartige Treffer Gottes“ in den Herzen der Menschen vorbereiten zu können.

Mein Traum als Priester heute: Am Ende beim ganz großen Finale dabei zu sein und den großen Siegespreis mit meinen Mitspielerinnen und Mitspielern zu gewinnen, von dem Paulus im ersten Korintherbrief spricht

Pfarrer Stefan Selzer, Seligenstadt

 

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