Thomas Meurer

Zur Person
Pfarrer Thomas Meurer | Teamgespräch in St. Peter · Heppenheim

Vielfalt wagen · Einheit leben · gemeinsam handeln

Der Gedanke, Priester zu werden, ist mir nicht einfach zugeflogen. Ich habe diesen Impuls auch nicht durch das Studium von Büchern erhalten. Es waren Menschen, die mich konkret angesprochen haben und mir den Priesterberuf als eine Lebensmöglichkeit vor Augen gestellt haben. Ich denke an den Pfarrer meiner Heimatgemeinde, der mir immer wieder mal sagte – halb im Spaß und halb im Ernst – :“Wäre das nichts für dich?“ Ich denke an den Jugendseelsorger in einem Ferienlager, der mir das Priestersein schmackhaft machte, und bei dem ich spürte, dass er selbst mit Leib und Seele in seinem Beruf lebt. Es waren Menschen, die mir die Augen öffneten für Fähigkeiten und Begabungen, die sie an mir entdeckten, und von denen sie den Eindruck hatten, dass man sie am besten in einem Tun in der Seelsorge entfalten und leben kann.

Gott kann uns in allen Dingen und Vorgängen ansprechen, aber der vornehmste Weg, auf dem er uns begegnet – so jedenfalls ist es meine Erfahrung – ist der andere Mensch, das Du.

Das hatte nicht nur für meine Berufungsgeschichte eine Bedeutung, sondern ist bedeutsam auch für das Heute, für die Art und Weise, wie ich konkret das Priestersein lebe, aktuell als Pfarrer der Pfarrgemeinde St. Peter in Heppenheim an der Bergstrasse. Ich empfinde mich da nicht als Einzelkämpfer, sondern arbeite mit anderen zusammen in einem Team. Das ist nicht immer nur romantisch. Da gibt es schon auch verschiedene Meinungen, die ausgeglichen werden müssen, Spannungen, die bearbeitet werden müssen. Aber prinzipiell erfahre ich das Du des Mitarbeiters oder der Mitarbeiterin als Bereicherung. Jede/r bringt nicht nur je andere und verschiedene Begabungen und persönliche Stärken ein, sondern in diesen und darin die eigene Lebens- und Glaubensgeschichte, das eigene Glauben, Hoffen und Sich-Sehnen. Das motiviert mich, und oft fühle ich mich durch die anderen beschenkt.

Bei Jesus fing das mit dem Team-Gedanken schon an. „Jesus schickte die Jünger zu zweit voraus in alle Dörfer und Ortschaften, in die er selbst gehen wollte“. Nicht allein, sondern mindestens zu zweit – das hat natürlich praktische Vorteile: „Zwei Augen sehen mehr als eines“, der eine kann den anderen stützen, usw. Aber das ist letztlich nicht der Grund, warum Jesus die Jünger im Team losschickt. Der Grund liegt tiefer. In einem Team kann einer dem anderen, eine der anderen, lebendiges Bild und Erinnerung dafür werden, dass Jesus Christus selbst an unserer Seite ist, dass er uns in sein Team gerufen hat, um zusammen mit ihm an seiner Vision und Sendung zu arbeiten. Und die heißt: Communio. Erlöste, erfüllende Gemeinschaft der Menschen mit Gott und der Menschen untereinander.

Dafür will ich mich als Priester einsetzen: dass Menschen diese Gemeinschaft erfahren, in ihr Verwurzelung und Kraft finden und von daher ihr Leben angehen und gestalten können. Und ich bin froh, dies nicht allein tun zu müssen, sondern gemeinsam mit anderen.

Pfarrer Thomas Meurer | Heppenheim

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